Der Caritasverband Heidelberg

17.08.2015

Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie im PHV


Der Caritasverband Heidelberg e.V. und das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Heidelberg arbeiten mit Hochdruck am Aufbau von Angeboten  für Flüchtlinge in der Bedarfserstaufnahmeeinrichtung  Patrick Henry Village.

Sieben Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sind bereits seit 01.07.2015 in den Räumen vor Ort und haben mit der Beratung der Flüchtlinge begonnen. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat aktuell weitere Stellen zugesagt. Die Anzahl hängt von der Belegungssituation ab, pro 100 Bewohnern wird eine Vollzeitstelle zugrunde gelegt.

Sozial- und Verfahrensberater, Streetworker und eine Fachkraft für die Koordination von ehrenamtlichem  Engagement, all diese Angebote sollen zur Verbesserung der Lage beitragen.

Eingestellt  werden weitere Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in der unabhängigen Sozial- und Verfahrensberatung. Sie beraten und begleiten die neu ankommenden Flüchtlinge zu Fragen des Asylverfahrens und den damit verbundenen aufenthaltsrechtlichen Regelungen.  Die Flüchtlinge werden dadurch in die Lage versetzt, das Asylverfahren zu verstehen und mit Unterstützung der Beratung können die Anträge rascher bearbeitet werden. Es geht jedoch um weit mehr, die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter hören zu, nehmen sich der besonders schutzbedürftigen Menschen an, die im Heimatland und auf der Flucht Schlimmes erlebt haben, und informieren wie das öffentliche Leben hier in Deutschland funktioniert.

Dies soll auch eine Aufgabe der Streetworker werden, die schwerpunktmäßig auf der Straße beraten, Plätze und Orte aufsuchen, an denen sich Flüchtlinge aufhalten, und Ansprechpartner für die Anwohner und Menschen im Stadtteil Kirchheim werden.  Die Streetworker vermitteln Angebote, die in Patrick Henry Village geplant und im Aufbau sind oder bereits bestehen. Dafür stellt die Trägergemeinschaft aus Diakonie und Caritas qualifizierte Fachkräfte ein, die das ehrenamtliche Engagement unterstützen. Angesichts des großen Engagements vieler Bürgerinnen und Bürger, Vereinen und Organisationen ist es sinnvoll, Ansprechpartner vor Ort zu haben, die auch die Abstimmung untereinander koordinieren können.